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Was ist OL?

Orientierungslauf, kurz OL genannt, ist ein Ausdauersport für Einzelsportler oder für Gruppen, der vorwiegend im Wald ausgetragen wird. Seit ein paar Jahren gibt es auch Sprint OL’s (wie Simone’s Gold Sprint).

Im OL-Wettkampf werden mit Hilfe von Karte und Kompass Kontrollpunkte im Gelände (rot-weisse OL-Posten) in vorgegebener Reihenfolge angelaufen. Der genaue Standort der Posten ist auf der Karte eingetragen.

Eine typische OL-Bahn besteht aus dem Start, einer Serie von (Kontroll-) Posten und dem Ziel. Die Posten müssen in der vorgeschriebenen Reihenfolge angelaufen werden. Zur Kontrolle, dass der Läufer die Posten angelaufen hat, quittiert er jeden Posten mit einem elektronischen Badge oder er stempelt mit der Lochzange das entsprechende Feld auf der Kontrollkarte. Die Faszinationen dieser Sportart sind das selbständiges Planen und Finden von Routen, das Erfolgserlebnis beim Anlaufen eines Postens und das Erleben der Natur.

Der Orientierungsläufer muss im Wettkampf sowohl eine körperliche als auch eine geistige Leistung vollbringen. Man spricht vom "O" (=Orientieren) und vom "L" (=Laufen). Beide stehen in Wechselbeziehung zueinander.

 

Die OL Karte

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Die OL-Karte ist das wichtigste Hilfsmittel des OL-Läufers; sie ist sein Sportgerät. Die OL-Karte ist eine Spezialkarte für die besonderen Bedürfnisse des OL-Sports.

Die OL-Karte unterscheidet sich von den handelsüblichen geographischen Karten darin, dass die für den OL unwichtigen Informationen entfallen, dafür aber andere OL-spezifische Informationen enthalten sind, zB Zäune, Dickichte, besondere Objekte und Kahlschläge.

Die OL-Karte muss allen Wettkämpfern gleiche Wettkampfbedingungen bieten. Der Läufer oder die Läuferin soll der Karte zuverlässige Informationen über seine Laufroute entnehmen können. Keinem Läufer soll durch Fehler oder Ungenauigkeiten der OL-Karte ein Vor- oder Nachteil entstehen!

Der international vorgeschriebene Massstab für OL-Karten ist 1:15'000. Oft werden auch vergrösserte Karten im Massstab 1:10'000 verwendet. Die Aequidistanz bei OL-Karten beträgt 5 Meter. Für Sprint OL’s (wie Simone’s Gold Sprint) werden noch vergrösserte Karten hergestellt zB. 1:5‘000.

 

Die OL-Bahn

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Die am meisten verbreitete und am häufigsten angewendete Form des Orientierungslaufs ist der Normal-OL. Hierbei müssen die Posten in der vorgegebenen Reihenfolge auf frei wählbaren Routen angelaufen werden.


 

Der Kompass

Beim OL werden spezielle OL-Kompasse verwendet. Sie unterscheiden sich von den herkömmlichen Kompassen durch ihre durchsichtige Bodenplatte und durch ihre einfachere Handhabung. Im OL-Sport werden zwei Kompasstypen eingesetzt: der Handgelenk- oder Plattenkompass und der Daumenkompass.

Der Daumenkompass
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Neben dem Platten- oder dem Handgelenkkompass wird vor allem der Daumenkompass im OL-Sport verwendet.

Der Daumenkompass wird mit einer Schlaufe am Daumen befestigt. Mit dem Daumenkompass ist der Grundsatz «Kompass auf Karte» jederzeit eingehalten. Er ermöglicht dem Läufer im Wettkampf zudem eine noch schnellere Handhabung. Der Daumenkompass wird von vielen Eliteorientierungsläufern verwendet. Es gibt Ausführungen für Rechts- und Linkshänder.

 

Der Plattenkompass

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Plattenkompasse gibt es in ganz einfachen Ausführungen (für OL-Anfänger und zum Wandern) bis hin zu den Spezialkompassen mit neuartigen Magneten und Lupen.

Der Plattenkompass besteht aus einer transparenten Grundplatte. Darauf ist die ebenfalls durchsichtige Dose mit Skalen, Marken und Nordlinien montiert. Der Richtungspfeil erleichtert richtiges Visieren. Mit dem Rand der Platte lassen sich leicht zwei Punkte auf der Karte verbinden

 

 

Der Badge

"Als Beweis, dass der Läufer die Posten angelaufen hat, markiert er mit der Lochzange das entsprechende Feld auf der mitgeführten Kontrollkarte." Jahrelang ist die Stempelkarte als Kontrolle eingesetzt worden. Wobei dies nicht immer unumstritten gewesen ist. Diese Diskussionen sind mit dem Einsatz eines elektronischen Stempelsystems heute endgültig Vergangenheit.

Die elektronische Stempelkarte

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Der OL-Läufer verwendet einen Badge oder eine "elektronische Stempelkarte" wie es in der deutschen Beschreibung heisst. Damit wird an jedem Posten die Nummer und die Zeit elektronisch als Quittung übertragen. Im Ziel wird der Badge ausgelesen und der OL-Läufer erhält auf einem Papierstreifen seine Zwischenzeiten sowie seine Laufzeit. Im Anschluss an den Wettkampf übermittelt ein Veranstalter in der Schweiz alle Laufdaten auf die Internetseiten des SOLV. Dort kann nicht nur die Rangliste mit Zwischenzeiten abgefragt werden, sondern auch umfangreiche individuelle grafische Auswertungen.

Elektronischen Stempelkarten können an den meisten Wettkampf gemietet werden. Wer regelmässig an OL-Veranstaltungen teilnimmt und auf Nummer sicher gehen will, kauft sich einen eigenen Badge.

SPORTident

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In der Schweiz wird seit 1998 das elektronische Postenkontrollsystem SPORTident eingesetzt. Das elektronische Stempelstystem besteht aus der aktiven batteriebetriebenen Posteneinheit und der elektronischen Stempelkarte, kurz Badge genannt, welcher der OL-Läufer mit sich trägt. Jede Posteneinheit hat zusätzlich die mechanische Stempelzange montiert. Dies erlaubt eine Redundanz falls die SPORTident Einheit ausfällt.

 

 

 

 

(Quelle: swiss-orienteering.ch, 28.5.09)

 

Simone Niggli

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